
Ist Ihnen schon aufgefallen, wie sich einige Räume beim Untergehen der Sonne erwärmen, während andere weiterhin kalt bleiben – selbst dann, wenn der Thermostat denselben Wert anzeigt? Die Ausrichtung des Raumes sowie die Dicke der Isolierung bestimmen maßgeblich, wie viel Wärme tatsächlich in den Raum gelangt. Wenn Komfort das Ziel ist und man nicht bereit ist, viel Geld für Lösungen auszugeben, dann ist eine elektrische Infrarotheizung die praktische Lösung. Sie liefert Strahlungswärme, die Menschen und Gegenstände direkt erwärmt – nicht die Luft. Dadurch wird es schneller angenehm warm – besonders in Räumen mit Zugluft, in Wintergärten oder Räumen mit hohen Deckenhöhen.
Was technisch wichtig ist
Infrarotheizungen arbeiten mit verschiedenen Wellenlängen und Elementen. Kurzwellenquarztuben liefern schnelle, intensive Wärme. Mittelwellen sorgen für einen ausgewogenen Komfort. Kohlenstofffaserelemente liefern sanfte, gleichmäßige Wärme. Bei der Raumbeheizung spielt die Leistung des Heizers eine entscheidende Rolle. Eine Faustregel lautet: 10 Watt pro Quadratfuß bei normaler Isolierung, 12–15 Watt bei älteren oder schlecht isolierten Räumen sowie bis zu 8 Watt in gut isolierten Räumen. Ein nach Norden ausgerichteter Raum mit Einzelglasfenstern benötigt in der Regel mehr Leistung als ein nach Süden ausgerichteter Raum, der durch Sonnenwärme beheizt werden kann. Berücksichtigen Sie außerdem die Deckenhöhe und den Luftaustausch. So bleibt die Oberflächentemperatur konstant, es entstehen keine Kaltpunkte, und der Komfort bleibt gewährleistet.
Warum das funktioniert, wo es gebraucht wird
Der eigentliche Vorteil liegt in der Präzision. Mit Infrarotwärme kann man den Komfort genau dort gewährleisten, wo man Zeit verbringt – anstatt den ganzen Raum zu beheizen. Das bedeutet niedrigere Betriebskosten, konstante Temperaturen und weniger Kaltpunkte. Zudem wird sofort Komfort geschaffen – ohne dass man warten muss, bis die Luft warm wird. So sind Abende im Freien oder frühe Morgenstunden im Wintergarten sofort angenehm, sobald man den Schalter betätigt. Die meisten Modelle sind elektrisch und erzeugen keinen Rauch – daher eignen sie sich auch für überdachte Außenbereiche. Kombinieren Sie das Gerät mit einem Thermostat, um den Energieverbrauch unter Kontrolle zu halten. Schutz vor Umkippen sowie Überhitzungsschutz sorgen zudem für zusätzlichen Komfort.
Was Sie wissen sollten
Infrarotwärme ist gerichtet – daher sollte der Heizer so positioniert werden, dass er auf Sitzbereiche gerichtet ist, nicht auf eine leere Wand. Für den Außengebrauch sollte man ein Modell wählen, das für feuchte Umgebungen geeignet ist – prüfen Sie dafür die IP-Schutzklasse. Achten Sie außerdem auf ausreichenden Abstand zu Möbeln und anderen Gegenständen. Die meisten Geräte können in eine normale Steckdose eingesteckt werden, doch Modelle mit höherer Leistung benötigen möglicherweise eine separate Stromversorgung. Planen Sie die Position des Heizers entsprechend der Raumgestaltung – dann sorgt er für konstanten Komfort ohne viel Aufwand.